Historie

Auszug aus dem Buch von Karl Rosenegger zur Geschichte der Gemeinde Haslach: (1), (2)

Obstbau-und Bienenzüchterverein Haslach

Am 14. Juni 1925 wurde im Gasthaus Bogner in Haslach ein Obstbau­ und Bienenzüchterverein mit 23 Mitgliedern gegründet, der dritte derartige Verein im Landkreis Traunstein. 1. Vorstand war von 1925 bis 1936 der Straßenwärter Michael Selbertinger von Haslach.

1936 wurde der Verein in »Gartenbauverein« umbenannt, die Mitglieder wählten den Seppenthomabauern Johann Englmaier von Axdorf zum 1. Vorstand. Während des Krieges, in den Jahren 1939 bis 1945 fanden keine Versammlungen und Veranstaltungen statt, nur im Juni 1944 mußte eine Arbeitstagung des Reichsnährstandes mit dem Thema »Feldgemüse« wegen Fliegeralarms vorzeitig abgebrochen werden.

Die Bombenangriffe 1944 und 1945 richteten auch in den betroffenen Gärten großen Schaden an, doch war die Nachpflanzung von Obstbäumen wegen fehlender Jungbäume nicht möglich und man mußte Veredelungskurse abhalten, um Wildlinge fruchtbar zu machen.

Im März 1948 wurde der Verein neu gegründet, 1. Vorstand wurde wie­der Johann Englmaier, Kassier Michael Selbertinger und Alois Bachmaier Schriftführer. Wie bei jeder anderen Vereinsgründung in den Nachkriegsjahren mußte die Wahl vom Landratsamt bestätigt werden um zu gewährleisten, daß der Verein gemäß den Vorschriften der Militärregierung auf demokratischer Grundlage arbeite.

Zwischen 1948 und 1959 erlebte der Verein unter seinem rührigen und fleißigen Vorsitzenden Englmaier eine neue Blüte. Veranstaltungen, Versammlungen und aufklärende und weiterbildende Vorträge über Obst­ und Gartenbau und die Förderung des Blumenschmucks an Wohnhäusern prägten das Vereinsleben.

In den 60er Jahren schwand mit ansteigendem wirtschaftlichem Aufschwung das Interesse am Obstbau und am Vereinsleben immer mehr, bis sich der Verein in den 70er Jahren auflöste.

13 Jahre später, im Herbst 1983, luden der Traunsteiner Kreisverbandsvorsitzende Reimund Richly und Stadtrat Franz Ober Haslacher Bürger zu einer Wiedergründung des Obst- und Gartenbauvereins ein. Im vollbesetzten Haslacher Schützenheim kamen die Haslacher Gartenfreunde schnell überein, den Gartenbauverein Haslach wieder ins Leben zu rufen.

Der Verein soll sich vor allem für die Durchführung von Gartenkursen, Gartenpflege, Blumenschmuck, Obstbaumveredelung und Obstbaumschnitt, sowie an Aktionen zur Dorfverschönerung beitragen.

29 Gartler traten als Mitglieder des neuen Gartenbauvereins bei. Klaus Hutterer von Haslach wurde ohne Gegenstimme zum 1. Vorsitzenden und Anita Osenstätter zu seiner Stellvertreterin gewählt. Die Finanzen des Vereins und die Schriftführung übernahm Dieter Lenz von Haslach. (1984 trat Dieter Lenz die Schriftführung an Alfred Mößmer von Traunstorf und 1986 aus beruflichen Gründen die Kasse an Rudolf Böhm von Haslach­Axdorferfeld ab.) Ergänzt wurde die Vorstandschaft von den Beisitzern, Therese Lenz von Seiboldsdorf, Reinhold Schraufstetter von Haslach und Karl Rosenegger von Axdorf.

Bei der 1. Mitgliederversammlung im Februar 1984 ist der Mitgliederstand schon auf 49 gewachsen. Es wurde der jährliche Blumenschmuckwettbewerb, sowie eine Planung von zwei Gärten im Axdorferfeld angesprochen. Im Mai 1987 verwirklichte der Gartenbauverein das Projekt »Hochstraße« das sich schon seit Jahren zur Verschönerung anbot.

Wenige Wochen vorher wurde die Vorstandschaft neu gewählt. Klaus Hutterer blieb 1. Vorsitzender und Anita Osenstätter seine Stellvertreterin. Als Beisitzende fungierten Gertraud Rosenegger von Seiboldsdorf, Josef Schuhbeck jun. von Haslach und Peter Wendt von Traunstorf.

Der Verein ist seit der Neugründung auf über 100 Mitglieder angewachsen.

 

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Karl Rosenegger.

Nachtrag: Aktueller Stand (Oktober 2013) ca. 145 Mitglieder